Night at the Museum
Ich kaufe mir eigentlich nicht oft DVDs. Um so merkwürdiger ist es, dass ich gestern Abend beim Schnelleinkauf im LIDL ausgerechnet diesen Film ins Warenkörbchen legte. Immerhin kostet er noch ganze fünf Pfund - und das ist der LIDL-Preis. Aber es war auch ein merkwürdiger Tag gestern, der keiner der mir vertrauten Regeln und Abläufe folgte und mich irgendwie unentschlossen und genervt zwischen allem und nichts hängen ließ. Da passte dann diese DVD eigentlich ganz gut dazu. Ich wage mal zu behaupten, dass dies einer dieser Filme ist, die nur Amerikaner in ihrer ganzen Tiefe erfassen. Mein europäisches Auge sieht nur folgendes: Einen Versager-Vater, der um die Anerkennung seines Sohnes buhlt, das National History Museum in New York, das hauptsächlich Plastik auszustellen scheint und ein Feuerwerk an Special-effects, um das sich ganze Spektrum menschlicher Emotionen gesellt. Nur Ricky Gervais fiel hier positiv aus dem Rahmen.
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Ein kleiner grüner Kaktus
Er ist klein und grün und steht auf dem Fenstersims in der Küche. Ich habe ihn letztes Jahr geschenkt bekommen, in einem kleinen roten Topf und ehrlich gesagt habe ich ihm nicht viel Überlebenschancen im Sonnen feindlichen London eingeräumt. Auf dem Sims, immerhin Südseite, hatte er nun das ganze verregnete Jahr tapfer durchgehalten, hin und wieder einen Spritzer Wasser bekommen und als ich neulich genauer hinschaute, traute ich meinen Augen nicht: Er blüht.
Zugegeben, recht bescheidende Blüten, aber er ist ja auch nur ein kleiner Kaktus, der kaum Sonne gesehen hat und die Blüten obendrein im winterkalten November hervorbringt. Das ist es doch wert als Bilder hier im Blog groß raus gebracht zu werden. (weiter)
Gift und Galle
Ich spucke Gift und Galle. Schmerzen im Unterleib, als ob jemand meinen Magen bis kurz vor dem Platzen aufpumpt. Die Symptome starten bevorzugt nachts nach einem üppigen Mahl, kommen in sich immer neu aufbauenden Schüben, die dann manchmal ins Erbrechen münden. Das Ganze kann sich bis zum Morgen durchziehen, an Schlaf ist so gut wie nicht zu denken während man bevorzugt in Embryonalhaltung wechselnd im Bett, auf den Bean Bag oder dem Sofa wimmert. Diagnose: Gallensteine. Therapie: "Keyhole surgery".
Da macht man vier kleine Löcher in den Brustkorb, um dann die Gallenblase zu entfernen. Sollte das nicht klappen, gibts einen traditionell langen Schnitt. "Aber da wecken wir Sie vorher nicht mehr auf und fragen nach, ob Sie das wollen.“, erklärte mir mein putziger Chirurg von nebenan. "Mit Ihrer Unterschrift, willigen Sie automatisch auch diese Maßnahme ein, sollte sie nötig werden." Der Chirurg sprach zu mir wie ein lieber Kindergartenonkel, was dem Umstand, das er mich aufschneiden und in meinen Innereien rumfuchteln will nur noch gruseliger macht. (weiter)
Arnies Botschaft
Mich bewegt manchmal die Frage, warum es manchen Menschen so geht, wie es ihnen geht. Konkreter: Warum sind manche Menschen glücklich, andere unzufrieden, die einen erfolgreich, die anderen nicht, es gibt welche, die scheinen Drama und Unglück geradezu gepachtet zu haben und dann diejenigen, denen alles zu gelingen scheint. Ist das wirklich Zufall? Oder haben wir hier eine fifty/fifty-Verteilung ins Sachen "eigenes Glück schmieden" vs. "dem Schicksal ausgeliefert zu sein"? Oder ist gar weniger als wir denken außerhalb unserer Kontrolle und wir können durch richtige Entscheidungen mehr gestalten als wir zu ahnen wagen?

Bei solchen Fragen suche ich meistens nach Beispielen und für eines das die letzte These illustriert, lande ich ausgerechnet immer wieder bei dem guten alten Arnie aka Arnold Schwarzenegger. Ich finde er ist ein guter Repräsentant für jemanden, der sein Leben in die Hand nimmt, seine Ziele verfolgt und anscheinend ja auch erreicht. Blicken wir mal zurück. (weiter)
In nur 30 Minuten
Nun, da ich wieder das Blogschreiben aufgenommen habe, wird mir bewusst: Schreiben kann ziemlich lange dauern. Ein Text, der sich in weniger als einer Minute runter lesen lässt, kostet mich mich zwei, drei, vier oder sogar noch mehr Stunden. Ein Problem, wenn man wenig Zeit hat und trotzdem Schreiben möchte. So wie heute. Ich befinde mich gerade in einem Zug nach Gießen, ein langes Tagesmeeting hinter mir, zwei knapp getimete Treffen mit lieben Freunden auch und ich bin mir plötzlich bewusst wie kostbar Zeit sein kann. (weiter)
Eine Hälfte Marathon
Das hier bin ich, im Zug, auf dem Weg nach Bexhill. Das ist South Essex, Südengland, an der Küste. Und dort machen die den sogenannten Poppy-Half-Marathon. Erfahren habe ich von der ganzen Geschichte durch einen ehemaligen Arbeitskollegen, in den ich letzte Woche zufällig und sprichwörtlich rein gelaufen bin. Er und seine Frau waren fleißig am Vorbereiten für diesen Lauf und da ich schon immer mal irgendwann einen Marathon laufen wollte, dachte ich ein halber wäre doch auch schon mal was, meldete mich an und war nun auf dem Weg. Noch hab ich gut grinsen. (weiter)
BUCK Magazin
Ich stehe vorm Zeitschriftenstand bei Clapham Junction und da springt mir das hier ins Auge:
Ja, genau. Buck. BUCK. B.U.C.K. Ausgabe No.1. Sprich, wir haben ein neues Männermagazin, das meinen Internet-Namen trägt. Zum Reinblättern hab ich nicht viel Zeit, denn der Zug fährt gleich. Nur das Editorial lese ich quer. Um den Namen "Buck" geht es natürlich und die Zielgruppe die angesprochen werden soll. Junge Männer, die am ästhetischen Wert von allen Möglichen interessiert sind: Hemdmanschetten, Geschirrdekor oder Darreichung eines Apfelstreuselkuchens. Mit meinen 37 Jahren fühle ich mich zwar nicht mehr jung, es spricht mich aber trotzdem an. Vier Pfund wandern zum Kassierer und das Heft in meine Tasche. (weiter)
To G or not to G?
Das Google-Phone ist draußen, G1 genannt. Und mein Vertrag mit Orange ist passender Weise ausgelaufen. Ist es nun an der Zeit nach T-Mobile zu wechseln und mich in die mobil-medialen Arme des Informationsverwertungsgiganten Google zu werfen? Oder doch lieber zurück zu O2 und es mit dem schick-stylischen iPhone bunt treiben, wie ich es eigentlich schon länger vor hatte? Nun bin ich doch tatsächlich in der Mittagspause gleich in einen T-Mobile-Shop gestiefelt, um das hochgehypte G1 mal zu befummel. Erster Eindruck: Eher unsexy, allein schon vom Look. Aber auch das "Feel" konnte es nicht rausreissen: kein Gerät, das einem gleich sagt, wo es lang geht. Wie drücke ich nun die Knöpfchen? Übern Touchscreen, Trackball oder per eingebauter QWERTY-Tastatur? Soviel Auswahl hatten wir ja schon nicht mehr seit Apple mit dem iPod die Bedienung per mehr als einer Taste abschaffte.
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Über Bucks Blog
Buck lebt in London, liebt Movies, hasst Shopping, glaubt an Gott und schreibt was ihm so einfällt.
Wer will, darf's lesen.



