Das Unerwartete
Wer ist Susan Boyle? Dieser Name schwirrt seit kurzem durch die britischen Medien wie kein anderer und sogar Demi Moore soll ihr zu ihrem Erfolg bei der Castingshow "Britain's Got Talent" gratuliert haben. Ihre Einstiegperformance ließ die Stimmung der Judges samt Publikum im Sekundenbruchteil von belächelnden Zynismus in wahre Euphorie umschwenken. Sowas hab ich noch nie gesehen und manche von euch vielleicht auch nicht, also guckt selbst.
Dieses Video wurde weltweit bereit 20 Millionen mal gesehen, innerhalb weniger als einer Woche. Okay, was soll man dazu sagen? (weiter)
Losgetwittert
Ich habe mich heute bei Twitter angemeldet. Dieses Internetgezwitscher ist ja nicht neu, aber irgendwie habe ich nie so recht kapiert um was es da genau geht. Naja, man muss es halt selbst mal ausprobieren und eigentlich kann es ja ganz witzig sein. SMS-lange Updates aus seinem Leben kann man so oft man will ins World Wide Web senden, am besten gleich übers Handy und sogar Bilder hinzufügen. Und je nachdem wie interessant die Person ist, die sich da in maximal 160 Zeichen-Häppchen auf die Welt loslässt, wird es eben gelesen, oder kommentiert, oder sogar in Zeitungen erwähnt. Mir fällt dieses Kurz-Bloggen in englisch leichter, deutsch ist da einfach so kompliziert. Bucks-Blog-Lesern soll es trotzdem nicht vorenthalten bleiben. (weiter)
Dicker Hals
Mein Hals schwillt an.Und nachdem unser einzig wahrer Reality-TV-Star Jade Goody nun öffentlich an Krebs gestorben ist, macht man sich natürlich Gedanken. Bin jedenfalls zum Doktor und der hat mich weitergereicht an eine HNO-Ärztin. Die hat mir erst einmal ein Nasenspray verschrieben, zwei Fläschchen für 25 Pfund (weil ich so eine Privatversicherung über die Arbeit habe - da sind die Privatärzte von der Versicherung bezahlt, aber dafür die Medis nicht - aber ich stell mich doch wegen einem Nasenspray nicht noch mal in die Schlange bei einem NHS-Arzt - wer's nicht weiß, NHS ist das britische Gesundheits"system").
Den Hals hat sich die Luxus-Ärztin aber auch noch angeguckt und zwar von innen, indem sie mir so einen kleinen Kameraschlauch durch die Nase in den Hals rammte. Mannomann, sind die brutal. Sie meinte ich solle mir wegen Krebs keine Sorgen machen, aber ein CT-Bild wollte sie trotzdem noch schießen lassen und da man als Privatpatient so was auf einer CD in die Hand gedrückt bekommt sobald man dieser Röhre entsteigt, kann ich das auch stolz meinen geneigten Lesern zeigen. (weiter)
Real Reality - Really!
Ich habe ein neues Hobby gefunden. Zugegeben, es hat ein bisschen den Hauch von "teiggesichtiger Computer-Geek entdeckt, dass es hinter der virtuellen Welt noch eine wirkliche gibt". Also eine wirklich wirkliche Welt! Und das alles verdanken wir Geocaching, der globalen Schnitzeljagd, bei der Heerscharen globaler Dorfbewohner nicht etwa realen Fährten auf der Spur wären, sondern GPS-Koordinaten. Aber die sind ja auch irgendwie real, zumindest lassen sich ganz echte kleine Schätze mit ihnen heben. (weiter)
Public Transport Feuertaufe
Wenn man in London in einen anderen Stadtteil zieht, ist es wie in einer anderen Stadt zu leben. So sieht es jedenfalls mein Schwesterherz und ich muss sagen, es ist was dran. Praktisch bedeutet es zumindest für mich, dass Familienbesuche nun mit Public Transport erledigt werden müssen. Wenn auch die Fahrzeit nicht lang ist, ist es doch was anderes als einfach mal zwei Straßen weiter zu gehen. Und wer die Londoner öffentlichen Verkehrsmittel kennt, der weiß dass man sich eigentlich nie gut genug vorbereiten kann. Es kann immer anders kommen als man denkt, so wie gestern Nacht als ich bei Seven Sisters strandete und sich meine Heimfahrt von 20 Minuten auf anderthalb Stunden verlängerte. (weiter)
Kenwood House und zurück
Buck läuft wieder. Zehn Wochen nach meinem Bänderanriss und ungezählten Krankengymnastikstunden bin ich wieder auf der Straße bzw. im Park. Da ich gerade umgezogen bin, gibt es jetzt nun einiges Neues zu entdecken. Da wäre z.B. der Weg nach Hampstead Heath. Ich brauchte mehrere Anläufe um dort anzukommen und mich nicht im Labyrinth der wirr erschlossenen Bebauungsgebiete Londons zu verlaufen. Das heutige Ziel war Kenwood House, ein herrschaftliches Anwesen im gigantischen Park Hampstead Heath, so reizvoll, dass es auch öfter mal als Filmkulisse dient. (Wer sich an den Film Notting Hill erinnert, hat Julia Roberts dort schon rumlaufen sehen.) Heute Morgen lief Buck dort rum und wollte eigentlich gar nicht mehr nach Hause laufen, so erhaben war die ganze Szenerie. Ich tat's dann schließlich doch und beschwingt durch den wunderschönen Morgen wagte ich es, die befestigten Wege zu verlassen und einem breiten Trampelpfad zu folgen. Dass breit nicht immer gut bedeutet lernte ich dann aufs neue. (weiter)
Eyebrow Dance
Nach einem langen Arbeitstag (oder einer langen Arbeitswoche oder überhaupt arbeite ich zu viel), abgerundet durch eine viel zu lange und nervige Badputzsession in meiner neunen WG (Kommentar meiner frischgebackenen Mitbewohnerin: "Mate, I clean the bath in 10 minutes.") kam dann doch noch etwas Kurzweiliges in meinen Alltag: Zwei dämlich dreinblickende Kinder, die einen bizarren Augenbrauentanz aufführen und damit für Cadbury werben. Zufällig entdeckt auf Google Video.
Man muss schon sehr britisch sozialisiert sein, damit einem die englische Schokolade Cadbury schmeckt. (Wer's nicht kennt stellt sich das Aroma der Marke Schokoladenweihnachtsmann vor, der schon ein paar Sommerurlaube zu viel hinter sich hat.) Aber wen stört's, wenn die Marketing-Agentur stimmt und mit diesem Clip haben sie wirkliche einen Treffer gelandet. Ich musste ihn mir gleich ein paar Mal hintereinander angucken.
Der Gorilla aus den Jahren davor ist aber auch nicht schlecht. Wer's sehen will, klickt weiter.... (weiter)
Rüstung
Ist so das Leben? Oder das Sterben?
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Oder beides zugleich.
Bin konfus,
zwischen Schmerz und Liebe,
Trauer und Neuanfang,
Hoffen, Glauben und
Versiegen.
Raus und vorbei
Es ging jetzt ruck zuck: Gestern Mittag rein ins Krankenhaus, Gallenblase samt Steinen raus und heute Mittag wieder nach Hause. Die Steinchen durfte ich mitnehmen und muss sie natürlich hier gleich online stellen.
Die Schmerzen durch die Operation sind ein Witz im Vergleich zu den Kolik-Schmerzen. Damit ist es tatsächlich schlagartig vorbei und ich kann endlich wieder Angst frei Schokolade essen, was ich zur Feier des Tages auch in unanständig rauen Mengen getan habe. Und was mach ich jetzt mit den Steinen? Vielleicht auf Ebay verkaufen, wie meine findigen Arbeitskollegen schon vorgeschlagen haben? Interessenten können sie sich ja noch mal in groß angucken und klicken weiter... (weiter)
Night at the Museum
Ich kaufe mir eigentlich nicht oft DVDs. Um so merkwürdiger ist es, dass ich gestern Abend beim Schnelleinkauf im LIDL ausgerechnet diesen Film ins Warenkörbchen legte. Immerhin kostet er noch ganze fünf Pfund - und das ist der LIDL-Preis. Aber es war auch ein merkwürdiger Tag gestern, der keiner der mir vertrauten Regeln und Abläufe folgte und mich irgendwie unentschlossen und genervt zwischen allem und nichts hängen ließ. Da passte dann diese DVD eigentlich ganz gut dazu. Ich wage mal zu behaupten, dass dies einer dieser Filme ist, die nur Amerikaner in ihrer ganzen Tiefe erfassen. Mein europäisches Auge sieht nur folgendes: Einen Versager-Vater, der um die Anerkennung seines Sohnes buhlt, das National History Museum in New York, das hauptsächlich Plastik auszustellen scheint und ein Feuerwerk an Special-effects, um das sich ganze Spektrum menschlicher Emotionen gesellt. Nur Ricky Gervais fiel hier positiv aus dem Rahmen.
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Ein kleiner grüner Kaktus
Er ist klein und grün und steht auf dem Fenstersims in der Küche. Ich habe ihn letztes Jahr geschenkt bekommen, in einem kleinen roten Topf und ehrlich gesagt habe ich ihm nicht viel Überlebenschancen im Sonnen feindlichen London eingeräumt. Auf dem Sims, immerhin Südseite, hatte er nun das ganze verregnete Jahr tapfer durchgehalten, hin und wieder einen Spritzer Wasser bekommen und als ich neulich genauer hinschaute, traute ich meinen Augen nicht: Er blüht.
Zugegeben, recht bescheidende Blüten, aber er ist ja auch nur ein kleiner Kaktus, der kaum Sonne gesehen hat und die Blüten obendrein im winterkalten November hervorbringt. Das ist es doch wert als Bilder hier im Blog groß raus gebracht zu werden. (weiter)
Gift und Galle
Ich spucke Gift und Galle. Schmerzen im Unterleib, als ob jemand meinen Magen bis kurz vor dem Platzen aufpumpt. Die Symptome starten bevorzugt nachts nach einem üppigen Mahl, kommen in sich immer neu aufbauenden Schüben, die dann manchmal ins Erbrechen münden. Das Ganze kann sich bis zum Morgen durchziehen, an Schlaf ist so gut wie nicht zu denken während man bevorzugt in Embryonalhaltung wechselnd im Bett, auf den Bean Bag oder dem Sofa wimmert. Diagnose: Gallensteine. Therapie: "Keyhole surgery".
Da macht man vier kleine Löcher in den Brustkorb, um dann die Gallenblase zu entfernen. Sollte das nicht klappen, gibts einen traditionell langen Schnitt. "Aber da wecken wir Sie vorher nicht mehr auf und fragen nach, ob Sie das wollen.“, erklärte mir mein putziger Chirurg von nebenan. "Mit Ihrer Unterschrift, willigen Sie automatisch auch diese Maßnahme ein, sollte sie nötig werden." Der Chirurg sprach zu mir wie ein lieber Kindergartenonkel, was dem Umstand, das er mich aufschneiden und in meinen Innereien rumfuchteln will nur noch gruseliger macht. (weiter)
Arnies Botschaft
Mich bewegt manchmal die Frage, warum es manchen Menschen so geht, wie es ihnen geht. Konkreter: Warum sind manche Menschen glücklich, andere unzufrieden, die einen erfolgreich, die anderen nicht, es gibt welche, die scheinen Drama und Unglück geradezu gepachtet zu haben und dann diejenigen, denen alles zu gelingen scheint. Ist das wirklich Zufall? Oder haben wir hier eine fifty/fifty-Verteilung ins Sachen "eigenes Glück schmieden" vs. "dem Schicksal ausgeliefert zu sein"? Oder ist gar weniger als wir denken außerhalb unserer Kontrolle und wir können durch richtige Entscheidungen mehr gestalten als wir zu ahnen wagen?

Bei solchen Fragen suche ich meistens nach Beispielen und für eines das die letzte These illustriert, lande ich ausgerechnet immer wieder bei dem guten alten Arnie aka Arnold Schwarzenegger. Ich finde er ist ein guter Repräsentant für jemanden, der sein Leben in die Hand nimmt, seine Ziele verfolgt und anscheinend ja auch erreicht. Blicken wir mal zurück. (weiter)
In nur 30 Minuten
Nun, da ich wieder das Blogschreiben aufgenommen habe, wird mir bewusst: Schreiben kann ziemlich lange dauern. Ein Text, der sich in weniger als einer Minute runter lesen lässt, kostet mich mich zwei, drei, vier oder sogar noch mehr Stunden. Ein Problem, wenn man wenig Zeit hat und trotzdem Schreiben möchte. So wie heute. Ich befinde mich gerade in einem Zug nach Gießen, ein langes Tagesmeeting hinter mir, zwei knapp getimete Treffen mit lieben Freunden auch und ich bin mir plötzlich bewusst wie kostbar Zeit sein kann. (weiter)
Eine Hälfte Marathon
Das hier bin ich, im Zug, auf dem Weg nach Bexhill. Das ist South Essex, Südengland, an der Küste. Und dort machen die den sogenannten Poppy-Half-Marathon. Erfahren habe ich von der ganzen Geschichte durch einen ehemaligen Arbeitskollegen, in den ich letzte Woche zufällig und sprichwörtlich rein gelaufen bin. Er und seine Frau waren fleißig am Vorbereiten für diesen Lauf und da ich schon immer mal irgendwann einen Marathon laufen wollte, dachte ich ein halber wäre doch auch schon mal was, meldete mich an und war nun auf dem Weg. Noch hab ich gut grinsen. (weiter)
Über Bucks Blog
Buck lebt in London, liebt Movies, hasst Shopping, glaubt an Gott und schreibt was ihm so einfällt.
Wer will, darf's lesen.



