BUCK Magazin
Ich stehe vorm Zeitschriftenstand bei Clapham Junction und da springt mir das hier ins Auge:
Ja, genau. Buck. BUCK. B.U.C.K. Ausgabe No.1. Sprich, wir haben ein neues Männermagazin, das meinen Internet-Namen trägt. Zum Reinblättern hab ich nicht viel Zeit, denn der Zug fährt gleich. Nur das Editorial lese ich quer. Um den Namen "Buck" geht es natürlich und die Zielgruppe die angesprochen werden soll. Junge Männer, die am ästhetischen Wert von allen Möglichen interessiert sind: Hemdmanschetten, Geschirrdekor oder Darreichung eines Apfelstreuselkuchens. Mit meinen 37 Jahren fühle ich mich zwar nicht mehr jung, es spricht mich aber trotzdem an. Vier Pfund wandern zum Kassierer und das Heft in meine Tasche. (weiter)
To G or not to G?
Das Google-Phone ist draußen, G1 genannt. Und mein Vertrag mit Orange ist passender Weise ausgelaufen. Ist es nun an der Zeit nach T-Mobile zu wechseln und mich in die mobil-medialen Arme des Informationsverwertungsgiganten Google zu werfen? Oder doch lieber zurück zu O2 und es mit dem schick-stylischen iPhone bunt treiben, wie ich es eigentlich schon länger vor hatte? Nun bin ich doch tatsächlich in der Mittagspause gleich in einen T-Mobile-Shop gestiefelt, um das hochgehypte G1 mal zu befummel. Erster Eindruck: Eher unsexy, allein schon vom Look. Aber auch das "Feel" konnte es nicht rausreissen: kein Gerät, das einem gleich sagt, wo es lang geht. Wie drücke ich nun die Knöpfchen? Übern Touchscreen, Trackball oder per eingebauter QWERTY-Tastatur? Soviel Auswahl hatten wir ja schon nicht mehr seit Apple mit dem iPod die Bedienung per mehr als einer Taste abschaffte.
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The Blair Witch Project
Richard von der Arbeit hatte mir den Film zugesteckt und wollte meine Meinung wissen. Wir hatten uns nett über Cloverfield (2008) unterhalten und Blair Witch (1999) hatte mich seit jeher interessiert. Seltsam, dass ich ihn bisher noch nicht gesehen hatte und mir ein Kollege den Film in die Hand drücken musste.
…und mich täglich fragen, ob ich ihn den bisher gesehen hatte, was ich täglich verneinte, denn irgendwie passte ein gemütlicher Videoabend allein gerade nicht in meine Lebenswirklichkeit; mein Schatz schätzt eine andere Art von Filmen, es stand Umzug und Einleben an und überhaupt, als ich es dann doch mal wagte, die ersten dreißig Minuten anzusehen und unsere Filmmannschaft die erste Nacht im Wald verbrachte, wurde mir so mulmig (war da ein Geräusch im Haus?), (weiter)
Cloverfield
Der Kopf der Freiheitsstatue fliegt durch die Luft und landet mit viel Gedöns direkt vor unserer Handycam - dass heißt vor der Handycam des Schauspielers, - oder des Regisseurs? Oder was, oder bei wem? Blair Witch (1999) hatte es vorgemacht und nun sehen wir mit Cloverfield Heimvideo-Kino der nächsten Generation. Und das kostet einiges an Kopfschmerzen, denn das Videogewackel das sich durch den ganzen Film zieht will erstmal gewohnt sein - auf so großer Leinwand. Allein saß ich im Kino. Ich habe mich auch von den genialen Marketing-Strategen herlocken lassen. Der Trailer vor Transfomers letzen Sommer, nur mit Datum aber ohne Titel oder weitere Erklärung versehen, stahl dem Hauptfilm fast die Show und heizte Gerüchte im Internet an: Lost-Macher macht großes Kino. Was hat es mit dem Film auf sich, von dem man nur seltsame Bild-Schnipsel auf der kryptischen Webpage www.1-18-08.com rum schubsen kann? Ich war neugierig und plötzlich mitten drin. (weiter)
Beowulf
Es war alles schön durchgeplant: Bei Waterloo Station gibt es doch dieses super-duper IMAX-3D-Cinema. Es hat die größte Leinwand im Königreich und nun kam Beowulf raus, auch in 3D eben. Also haben wir den Neuen in der WG die Tickets buchen lassen. Acht waren wir, die am Starttag dieses Heldenepos in ganzer Höhen-, Breiten-, Tiefenpracht über uns ergehen lassen wollten. Es ist gar nicht so leicht alles aufeinander abzustimmen, aber irgendwie ist es uns gelungen noch vor dem Filmstart um neun ein gemeinsames Dinner einer kultigen Theaterbar im Young Vic zu organisieren. Die Young Vic Bar war ein voller Erfolg und der einzige des Abends.
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Elizabeth: The Golden Age
Wir geben nicht auf und suchen weiterhin nach Filmen die wir uns gemeinsam angucken können. Ich hatte ja schon mal davon erzählt, dass für mich und meinen Schatz meist nur romantische Komödien den größten gemeinsamen Nenner der visuellen Paarkompatibilität bilden. Diesen Nenner gilt es zu erweitern, denn so schnell wollen wir uns da nicht unterkriegen lassen. Meine Liebste hatte eine Überraschung geplant und diesen Elizabeth-Film ausgewählt, Elizabeth: The Golden Age, was natürlich sehr raffiniert von ihr eingefädelt war, denn Historienschinken fallen bei mir in die Filmkategorie "bitte sehr fein dosieren". Aber gut, sie hat mir noch eine Tüte Süßigkeiten spendiert und da ich schon ewig nichts mehr in dieser Art gesehen hatte, ließ ich mich drauf ein. Ob ich es bereuen würde?
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Traum vom Teletubby-Land
Mein Blog ist verwaist. Seit Monaten schon. Nicht, dass nichts passiert wäre. Das Gegenteil ist eher der Fall. Es passiert zu viel und es gelingt mir gerade nicht, im Karussell des Lebens kleine Bucks-Blog-Stopps einzulegen. Vielleicht sollte ich kürzer schreiben, knapper, spontaner. Zum Beispiel von meinem Traum neulich. Ich stehe auf einem Wiesenhügel. Saftige grüne Wiesen, einheitlich grün und ein quietsche blauer Himmel dazu, kaum Wolken und da lauf ich rum und fühl mich so seltsam frei. Und dann hatte ich den Traum vergessen. Irgendwo verbuddelt muss er gewesen sein, im Unbewussten, im Bergwerk der Bilder, Bilder die tief vergraben liegen wie eine unendliche Geschichte. Aber manchmal kommen die dann ganz überraschend hoch, wie heute auf der Arbeit, als ich im Gespräch mit einem Kollegen plötzlich stocken musste und mich in den vergessenen Traum zurück versetzt fühlte. Auslöser war dieses Bild hier: (weiter)
iPhone Green Screen
Der iPhone-Hype hat auch Europa erreicht. Und Bucks Blog enthüllt nun, dass es neben all den tollen Features auch den alten Windows Blue Screen in gesprenkeltem apfelgrün Salon fähig macht.
70.000 Exemplare sollen das letzte Wochenende in UK über die Ladentheke gegangen sein. Ist schon erstaunlich für ein Handy, dass nicht mal UMTS anbietet (oder 3G, wie es hier bei uns heißt). (weiter)
Ratatouille
Mein inneres Kind maulte rum. Die letzten Wochen sind auch sehr anstrengend gewesen und das Wochenende musste ich sogar wieder durcharbeiten. Super nervig, auch für mich. Klein-Buck saß nun endgültig im Schmollwinkel und drohte mir obendrein noch die Laune für die anstehende Freizeit zu verderben. Es wurde höchste Zeit was zu unternehmen. Kino mit einem Haufen Fastfood und Süßigkeiten kommt da immer gut. Klein-Buck und Groß-Buck stehen eigentlich beide nicht so auf Disney-Filme, aber leider war die Auswahl nicht groß und so wagten wir uns in Ratatouille, bewaffnet mit einer extra Portion Nachos in Käsesoße, mit Salsa und Jalapenos sowie einen Pappbecher gefüllt mit Weingummi, Schokolade und Toffees in allen erdenklichen Farben und Größen und einem anderen Pappbecher mit einem (!) Liter Cola! Selbst wenn der Film grottenschlecht gewesen wäre, hätte eigentlich kaum was schiefgehen können. Eigentlich.
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Resident Evil: Extinction
Es war mal wieder an der Zeit den Zombies in den Arsch zu treten. Jedenfalls für Milla Jovovich in dem neuen Resident Evil Film. Und den durfte ich mir nicht entgehen lassen, auch wenn er mit einem Depri-Titel wie "Extinction" (das Aussterben) daherkommt. Aber das trifft den Geist des Films eh nicht ganz. Die Zombies rennen nämlich quietschfideler denn je nun auf dem gesamten Erdball rum und die Nicht-Zombies auch (die paar, die übrig geblieben sind), sind allerdings wenig entspannt und auf der permanenten Flucht vor ihren untoten Mitweltbürger, rastlos durch amerikanische Wüsten wandernd. Ich frage mich warum Menschen in diesem Film-Genre, so aussterbend die Erde und jegliche Zivilisation auch sein mag, sich in Sachen coole Klamotten und Accessoires alle gegenseitig zu übertrumpfen scheinen? Allen voran natürlich Alice. Megacool die Frau, in den braunen Lederklamotten und auf dem Bike und mit diesem Kampfstil. Ich versteh gar nicht, warum es so schwer ist Kinobegleitung für diese Filme zu finden.
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Urlaubsträume
Was nimmt man sich nicht alles für einen anstehenden zweiwöchigen Urlaub vor? Nach einem nicht vorhandenen Londoner Sommer (ich glaube es war der nasseste seit die das aufzeichnen - ich sage immer nur Mordor-Wetter) wuchs die Vorfreude auf Sonne, Wasser und Berge in Locarno.
Zunächst plante ich täglich an den See zu fahren, zu joggen und zu schwimmen, ich hatte einige Bücher im Gepäck die ich schon immer mal lesen wollte, aber nicht zu viele, denn ich wollte auch den GPS-Empfänger meines Handys nutzen und mittels Geocaching die Tessiner Gegend erkunden, eventuell mal einen Abstecher nach Mailand machen, vielleicht sogar nach Venedig. Die Ideen waren grenzenlos erfuhren jedoch schnell einen Dämpfer, der sich im Laufe des Urlaubs als unschönen Aufprall gegen die Mauer meiner ruinierten Fuß-Gesundheit erwies: Endstation Urlaubsträume. (weiter)
Bumm gemacht
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Gut, die Hinreise hatten wir schon erfolgreich hinter uns gebracht, mit einem Mietwagen vom Mailänder Flughafen nach Locarno in der Schweiz. Das was es zu erzählen gibt handelt allerdings von einer kleineren Reise ins MIGROS-Parkhaus, gleich um die Ecke von unserer Ferien-Wohnung. Der Umstand, dass wir diesen Weg mit dem Miet-Ford-Focus zurücklegten und nicht zu Fuß gingen, wie es sich für Umwelt bewusste Bürger des 21sten Jahrhunderts gehört, lag in meinem schmerzenden Fuß, der die Sorge um die persönliche CO2-Bilanz schwinden ließ, trotz zunehmend britischer Umwelt-Propaganda, genährt von der Angst, die Insel könnte sich innerhalb der nächsten 50 Jahre flächenmäßig halbieren. Jeder der schon mal eine Sehnenscheidenentzündung hatte, möge sich diese Schmerzen im Fußgelenk vorstellen, permanent verschlimmernd durch Bewegung, nur dass man leider einen Fuß nicht so leicht ruhig stellen kann wie eine Hand, aber man versucht eben sein Möglichstes. Von daher gings mit dem Auto zum Einkaufen um die Ecke, nicht zu Fuß. Und das mit Folgen, die weniger den Klimawandel als mein Nervenkostüm betrafen. (weiter)
Losungen revisited
Die Losungen sind das Horoskop für Fromme. Das meinte jedenfalls mal ein Freund von mir als Reaktion auf den Weg weisenden Stellenwert, den dieses Büchlein, im Jahr 2007 in der 277. Ausgabe, für einen Gutteil der Leser zu haben scheint. Weniger christlich sozialisiert Aufgewachsenen mag diese Sammlung von Bibelversen fremd sein, die in Herrnhut für das anstehende Jahr aus einem Topf von mehreren tausend Versen sprichwörtlich ausgelost werden, um dann in Büchlein-Form gegossen international die interessierte Christenheit mit den sogenannten Tageslosungen zu beglücken, Bibelworte für jeden Tag des Jahres. Um die Provokation der Parallele von ausgelosten Bibelsprüchen zu Horoskopen zu verstehen, muss man wissen dass letztere bei Bibel treuen Gläubigen eine eindeutig negative Wertung erfährt, sind Horoskope doch nichts anderes als eine Form von Wahrsagerei, eine Zunft der die Bibel einen Riegel vorschiebt. Ich lese schon seit langem beides nicht mehr. Bis an meinem ersten Urlaubstag, hier in Locarno, mir das aktuelle Losungsbüchlein in die Hände fiel und mich an den Horoskop-Kommentar meines Freundes erinnern ließ.
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Kopf-Problem
Am Wochenende ging es dem Maiglöckchen an den Kragen.

Vergangenheit: Maiglöckchen-Motiv des Templates "Subtle"
Seine Tage waren eh seit dem Einrichten des Blogs hier gezählt. Eigentlich wär es noch da, hätte ich nicht am Morgen meiner Freundin meine Blogger-Sorgen geklagt: Doofes Maiglöckchen und doofes Template, bei dem sich der Kopf aus drei komplizierten Grafiken zusammensetzt, mit diesem schattigen Streifen und den neckischen Dreiecken unter den drei Menüpunkten, die die Grafik weiterführen. Superkompliziert zu ersetzten. Außerdem weiß ich nicht was für ein Bild nehmen, mit London soll es idealerweise zu tun haben, aber ich hab da nix und überhaupt. Da mein Schatz ein Morgenmensch ist und ich oft nachtaktiv, punktete sie souverän beim Frühstückskaffee in Sachen praktischer Intelligenz: Sie wies mich sanft darauf hin, dass inzwischen so viel Fotos habe wie nie zuvor und die könnte man sich ja mal angucken. (weiter)
Grafunst und Kunfitti
Der Kunst-Begriff ist ja so eine Sache. Kommt der nun von "können" oder nicht? Und wenn ja, was kann man denn genau? Das Handwerk? Also schön malen, bildhauern oder schreiben? Oder geht es um anderes können? Ich versuche mich mal an einer eigenen Definition: Für mich ist Kunst das Ergebnis eines kreativen Prozesses, das in der Lage ist, eine emotionale sowie intellektuelle Grenze der Kontaktperson zu durchbrechen und somit in ihr neue Gefühle, Gedanken und Assoziationen schafft. - Und Entertainment sowie Spaß an der Freud muss natürlich auch dabei sein, aber das geht wohl von einer klassischen Definition weg und eher in Richtung Popart. Aber ich gehe jetzt zuweit, denn eigentlich wollte ich nur die Grafitti-Bilder vom Juni aus Wetzler posten, die schon zu lange auf meiner Festplatte schlummern.
Ob das nun Kunst ist kann jeder für sich entscheiden, aber vielleicht können wir uns ja auf Grafunst oder Kunfitti einigen? Wer's größer sehen will klickt drauf, wer mehr sehen will, klickt weiter. (weiter)
Über Bucks Blog
Buck lebt in London, liebt Movies, hasst Shopping, glaubt an Gott und schreibt was ihm so einfällt.
Wer will, darf's lesen.






