Toy Story 3

Ich war nie kein großer Fan von Toy Story und nachdem ich mich damals schon von begeisterten Meinungen in den zweiten Teil locken ließ, mit dem Ergebnis, dass mich eigentlich nichts an dem Film vom Hocker riss, passierte mir nun das gleiche mit Teil 3. "Bester Animationsfilm aller Zeiten", "dramatischer, düsterer aber auch besser als die Vorgänger", "ein seltener Fall eines dritten Teils, der die anderen Teile bei weitem übertrifft"; bei meiner Flixter-App lasse ich mir immer die Bewertungen von Rotten Tomatoes anzeigen und hier erhält Toy Story 3 absolut ungewöhnlich hohe 99 Prozent. Also guckte ich mir ihn auch an und genau wie bei den anderen Teilen saß ich im Kino mit dem seltsamen Gefühl auf einer Party zu sein, bei der ich nicht mitfeiern kann.
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Inception

Es war an der Zeit mein Leben zurück zu bekommen. "To get my life back", würde man im Englischen sagen. Im Deutschen klingt das irgendwie falsch, oder? Was ich damit sagen will, die letzten zwei Monate drehte sich bei mir alles nur um Wohnungskauf, Umzug, Einrichtugen, Streichen, Finanzierung und so ein Zeug. Da hatte ich keine zusätzlichen Kapazitäten für "Socialising". (Meine Güte, wie sagt man "Socialising" auf deutsch? "Sozialisieren" ist ja was anderes. Well, ich werde es doch wohl schaffen diesen Artikel so zu schreiben, dass man das meiste versteht.) Auch für die ganz wichtigen Dinge wie Kino blieb kaum Zeit. Das änderte sich gestern Abend, als ich mit einem Schwung Freunden erst bei Wagamama's Essen war und dann Inception anguckte. (Heißt der Film im Deutschen auch so? Ich muss das Wort auch immer wieder bei Leo.org nachschlagen, weil ich die Bedeutung vergesse. Ob Deutschland den Titel ersetzt? Anfang, Beginn, Gründung - das sind die Worte die Leo vorschlägt.) Meine Schwester zeigte sich ob meiner Filmwahl überrascht: "Ist das ein Thema für dich?" Was sie damit meinte ist eher: "Brüderchen, das ist einer der Filme, die du nicht kapieren wirst."
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The Dark Knight

Ist man blöd, wenn man Filme wie The Dark Knight
nicht kapiert? Natürlich sehe ich den Joker und Batman und den Bürgermeister rumrennen und was sie alles tun, aber mir entgehen die ganzen Zusammenhänge und wenn ich nun die Handlung zusammenfassen sollte, müsste ich einfach sagen: Da sind die Bösen und die Guten und dieses Mädel und der eine Gute wird Böse und zum Schluss gewinnt Batman, kriegt die Schöne aber nicht, weil die irgendwie stirbt in einem dieser Joker-Spielchen. Ja, das klingt eher nach der Auffassungsgabe eines Dreijährigen und von daher bin ich wohl blöd. Sorry übrigens für den Spoiler mit der Schönen die stirbt. Um ehrlich zu sein, ich bin mir da gar nicht mehr so sicher, verlasst euch also besser nicht auf meine Zusammenfassung, falls ihr den Film noch sehen wollt. Jeder sagt einem ja, dass man ihn gesehen haben muss, denn es ist ja alles so toll und anders und Christian Bale und der posthume Oscar an Heath Ledger und überhaupt. Ich mache mir mehr Sorgen um meinen IQ. Zum Glück habe ich einen Doktor der Psychologie als Mitbewohner, der auch gleich mit einer Antwort rausrückt.
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Alice und Alice

Wonderland ist abgebrannt. - Könnte man sagen. Nichts ist so wie es einmal war. Die Rote Königin ist auf dem Vormarsch ganz Wonderland unter ihre Terrorherrschaft zu bringen und die vormals heile Märchenwelt ist ein groteskes Zerrbild ihrer selbst. Eine ältere Version von Alice irrt durch einstige Kinderträume und sieht nur noch Ruinen. Sichtbar verstört stolpert sie durch gruselig transformierte Schauplätze und fragt sich, was ist passiert. Und nein, das ist nicht Tim Burtons neue Wunderland-Version, sondern das schon 10 Jahre alte Game American McGee's Alice
. Klingt überraschend ähnlich, oder? Ich war zwar kürzlich im neuesten Film, aber eigentlich hätte ich viel lieber die Umsetzung des Spiels gesehen, um die es leider, leider sehr ruhig geworden ist. Erst nahm ich an, die Rechte seien an Disney verkauft worden, die dann den morbiden Grundgedanken einer 17-jährigen Alice in der Psychiatrie eben Disney mäßig weichspülten. Falsch, beide Filmprojekte sind unabhängig voneinander. Aber wer da von wem abgeguckt haben könnte ist außer Frage.
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How to Train Your Dragon

Ich sitze im Kino mit meinem Patensohn. Es ist das BFI Imax bei Waterloo Station mit der größten Leinwand in ganz Großbritannien. Entsprechend groß sind auch 3D- Brillen auf unseren Nasen und die Drachen, die uns nur so um die Ohren fliegen. Das heißt, eigentlich nur mir.
"Die Brille kitzelt", sagt meine Kinobegleitung schon bei der Werbung.
"Wo denn?", frage ich in der Hoffnung das Plastikgestell passend biegen zu können.
"Meine Nase." Er deutet auf das bisschen Nasenspitze, das gerade noch hinter der absolut überdimensionierten Brille hervor guckte. Mit Biegen war es nicht getan. Ich habe auch keine andere Idee. Als Aufsichtsperson eines Minderjährigen hat man immer so ein seltsames Gefühl man müsse auf alle Probleme Antworten haben. Ich spüre ein Gefühl des Versagens in mir aufsteigen. Dann der Geistesblitz:
"Du musst sie ja jetzt noch nicht tragen. Probier es doch einfach nochmal, wenn der Film anfängt."
Ich finde meine Antwort toll. Sicher würde der Film ihn schlagartig alles Brillenkitzeln vergessen lassen. Und der Film ließ vergessen. Jedenfalls mich.
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Dorian Gray

Irgendwie scheine ich eine Schwäche für tragische Charaktere der Literatur zu haben. So zum Beispiel Dorian Gray. Sehr tragisch das Ganze, auch wenn seine Geschichte zu oft schlicht als Darstellung der ewigen Jugend beschrieben wird. Für mich trifft das den Kern nicht. Und auch damals, als ich mit siebzehn oder achtzehn das Buch las, beschäftigte mich weniger die Frage nach der Jugend, sondern die nach der Unschuld. Oder auch Schuld, je nach Blickwinkel.
Erst kürzlich hatte ich wieder an das Buch gedacht und an den Film, den ich mal vor Jahrzehnten im Fernsehen sah. Schwarz-weiß glaub ich. Aber eigentlich erinnerte ich mich nur an das alberne Bild zum Schluss, mit dem sie es ein bisschen übertrieben und Dorian gar nicht mehr menschliche Züge gegeben hatten.
Immer noch Stoff für einen richtig guten Film, dachte ich mir. Ein Film der wahrscheinlich niemals gemacht werden würde. Seltsam, wirklich kurz drauf sah ich die Film-Ankündigung. Das Plakat sah allerdings sehr nach Hollywood aus und meine Hoffnung auf eine sensible Verfilmung, schien vergebens. Nun, manchmal gibt es auch positive Überraschungen und dieser Film ist eine. (weiter)
The Sound Of Music

Mit dem Genre des deutschsprachigen Heimatfilms war ich bisher weniger vertraut. Gleiches gilt für den englischsprachigen österreichischen Heimatfilm. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal, dass es sowas gibt. So habe ich zwar noch im letzten Jahr die Werbeplakate für das Musical "The Sound Of Music" entlang der U-Bahn-Rolltreppen wahrgenommen, aber außer einem innerlichen Kopfschütteln, was das nun schon wieder Exzentrisches sei, ihnen keine weitere Beachtung geschenkt. Inzwischen bin ich schlauer und habe mir auf Drängen meines Kollegen den gleichnamigen Film aus dem Jahr 1965 anguckt. (weiter)
Brüno

Der Hype um Borat hatte mich damals nur genervt. Und als sich dieses Jahr Brüno als die nächste Sascha-Baron-Cohen-(Pseudo?)Doku-Comedy anschickte den Humor des Sommers 2009 zu bestimmen, hoffte ich insgeheim, dass es eine floppende Bauchlandung wird und ich mir diese Fresse nicht die nächsten Jahre in allen Medien auf und ab angucken muss. Fehlanzeige: Brüno floppt nicht. Und es kommt noch schlimmer: Ich selbst bin so in den Brüno-Sog geraten, dass ich mir den Film nicht nur angeguckt, sondern mich bis an die Schmerzgrenze vor Lachen ausgeschüttet habe. Bin ich deswegen ein schlechter Mensch und moralisch am Abgrund oder gar schon im freien Fall? (weiter)
Harry Potter 6
Nun ist also auch der sechste Film draußen und unsere Kinder sind alle ganz schön groß geworden. Positive Kritiken loben gar die wachsende schauspielerische Leistung unserer Jungstars und überhaupt soll es der beste Potter-Film bisher sein. Diese Lorbeeren sorgten dann bei mir für leichte Irritation, als sich der Vorhang schloss und ein großes "Das soll's nun gewesen sein?" unsichtbar über meinem Haupt schwebte. Anscheinend ja und anscheinend finden ganz viele diese dröge, vorhersehbare, simple, banale und eindimensionale Fortführung der Geschichte toll, die bis zu diesem Punkt vielleicht viele andere, aber nur nicht diese Attribute verdiente. Meine Enttäuschung könnte natürlich auch darin wurzeln, dass ich mehr an dem gesellschaftlichen Phänomen Potter interessiert bin, als an den Charakteren. Um ehrlich zu sein, es stört mich nicht die Bohne, wer dort nun wie auch immer ins Gras beißt und ob Hermione nun ein Bussi von Ron bekommt oder nicht. Dies schienen allerdings die Hauptthemen des sechsten Teils zu sein.
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Transformers 2
Den ersten Teil habe ich letzten Herbst im Krankenhaus sehen wollen, aber dann nach einer halben Stunde abgebrochen. Erstaunlicherweise kriegen die Transformer-Filme sehr gute Kritiken und nun weiß ich auch warum: Es macht einfach Spaß sich das permanente Umgebaue der ganzen Armee technischer Geräte anzusehen, vom Pürierstab bis zum Schwertransporter, und das immer wieder und immerzu und fast ohne Pause. Und in den Pausen sieht man Megan Fox - da muss ich nun wirklich nichts mehr zu sagen, außer dass sie Autos kurzschließen kann (hot!) und ich inbrünstig hoffe, sie wirklich für den nächsten Tomb Raider Film angeheuert zu wissen. Aber gut, erstmal sind wir bei Transformers 2 -- wie heißt der Untertitel noch mal? Revenge of the Fallen? Oder so? Die Story hätte ich auch mit Kenntnis des ersten Teils sicher nicht voller epischer Tiefe erfasst, insofern da es da eine Story hätte geben sollen.
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Terminator Salvation
Sie haben es getan! Terminator Salvation ist draußen, ich hab ihn gestern gesehen und irgendwie ist das Terminator-Universum nun ein bisschen verhunzt. Der Film ist keine Katastrophe, aber so richtig toll ist er auch nicht. Christian Bale hat ja bei den Dreharbeiten sich so sehr die Seele aus dem Leib geschauspielert, dass er zum Pöbler und Aggressor wurde und das ist er irgendwie auch im Film: ziemlich viel rumbrüllen, tough sein, kompromisslos draufhauen und dem Schatz noch einen Kuss auf die Wange hauchen. Da ist nicht mehr viel vom Anti-Helden John Connor des zweiten und dritten Teils übrig, was das Anknüpfen an die Vorfilme allein aus diesem Grund schon recht spröde werden lässt.
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Night at the Museum
Ich kaufe mir eigentlich nicht oft DVDs. Um so merkwürdiger ist es, dass ich gestern Abend beim Schnelleinkauf im LIDL ausgerechnet diesen Film ins Warenkörbchen legte. Immerhin kostet er noch ganze fünf Pfund - und das ist der LIDL-Preis. Aber es war auch ein merkwürdiger Tag gestern, der keiner der mir vertrauten Regeln und Abläufe folgte und mich irgendwie unentschlossen und genervt zwischen allem und nichts hängen ließ. Da passte dann diese DVD eigentlich ganz gut dazu. Ich wage mal zu behaupten, dass dies einer dieser Filme ist, die nur Amerikaner in ihrer ganzen Tiefe erfassen. Mein europäisches Auge sieht nur folgendes: Einen Versager-Vater, der um die Anerkennung seines Sohnes buhlt, das National History Museum in New York, das hauptsächlich Plastik auszustellen scheint und ein Feuerwerk an Special-effects, um das sich ganze Spektrum menschlicher Emotionen gesellt. Nur Ricky Gervais fiel hier positiv aus dem Rahmen.
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The Blair Witch Project
Richard von der Arbeit hatte mir den Film zugesteckt und wollte meine Meinung wissen. Wir hatten uns nett über Cloverfield (2008) unterhalten und Blair Witch (1999) hatte mich seit jeher interessiert. Seltsam, dass ich ihn bisher noch nicht gesehen hatte und mir ein Kollege den Film in die Hand drücken musste.
…und mich täglich fragen, ob ich ihn den bisher gesehen hatte, was ich täglich verneinte, denn irgendwie passte ein gemütlicher Videoabend allein gerade nicht in meine Lebenswirklichkeit; mein Schatz schätzt eine andere Art von Filmen, es stand Umzug und Einleben an und überhaupt, als ich es dann doch mal wagte, die ersten dreißig Minuten anzusehen und unsere Filmmannschaft die erste Nacht im Wald verbrachte, wurde mir so mulmig (war da ein Geräusch im Haus?), (weiter)
Cloverfield
Der Kopf der Freiheitsstatue fliegt durch die Luft und landet mit viel Gedöns direkt vor unserer Handycam - dass heißt vor der Handycam des Schauspielers, - oder des Regisseurs? Oder was, oder bei wem? Blair Witch (1999) hatte es vorgemacht und nun sehen wir mit Cloverfield Heimvideo-Kino der nächsten Generation. Und das kostet einiges an Kopfschmerzen, denn das Videogewackel das sich durch den ganzen Film zieht will erstmal gewohnt sein - auf so großer Leinwand. Allein saß ich im Kino. Ich habe mich auch von den genialen Marketing-Strategen herlocken lassen. Der Trailer vor Transfomers letzen Sommer, nur mit Datum aber ohne Titel oder weitere Erklärung versehen, stahl dem Hauptfilm fast die Show und heizte Gerüchte im Internet an: Lost-Macher macht großes Kino. Was hat es mit dem Film auf sich, von dem man nur seltsame Bild-Schnipsel auf der kryptischen Webpage www.1-18-08.com rum schubsen kann? Ich war neugierig und plötzlich mitten drin. (weiter)
Beowulf
Es war alles schön durchgeplant: Bei Waterloo Station gibt es doch dieses super-duper IMAX-3D-Cinema. Es hat die größte Leinwand im Königreich und nun kam Beowulf raus, auch in 3D eben. Also haben wir den Neuen in der WG die Tickets buchen lassen. Acht waren wir, die am Starttag dieses Heldenepos in ganzer Höhen-, Breiten-, Tiefenpracht über uns ergehen lassen wollten. Es ist gar nicht so leicht alles aufeinander abzustimmen, aber irgendwie ist es uns gelungen noch vor dem Filmstart um neun ein gemeinsames Dinner einer kultigen Theaterbar im Young Vic zu organisieren. Die Young Vic Bar war ein voller Erfolg und der einzige des Abends.
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Über Bucks Blog
Buck lebt in London, liebt Movies, hasst Shopping, glaubt an Gott und schreibt was ihm so einfällt.
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