Shopping in Germany

Der Verkäufer hält mir die Jeans hin: "Probier die mal!"
Ich zögere. Ich wollte eine dunkle slim fit. Fast 80er Jahre eng. Was mir da hingehalten wird trifft es nicht ganz.
"Habt ihr nix von G-Star da?", frage ich zaghaft.
G-Star passt mir eigentlich immer.
"Nur die beiden hier." Beide Passformen die er mir hin hält sind weder eng geschnitten noch sind die Farben dunkel.
Irgendwo muss man ja anfangen, also verlasse ich das Gewohnte und probiere dieses ominöse Label an. Und siehe da, es passt. Sehr gut sogar. Ich will die Jeans haben. Der Verkäufer ist entzückt. Viel bessere Qualität als die überteuerte G-Star und überhaupt, die Promis würden sie auch tragen. Mein Blick fällt auf ein Dieter Bohlen der breit grienend für Camp David wirbt. "Camp David" - Ich stutze und bin leicht irritiert. Warum führt eine Marke den Begriff "Camp" im Namen, der neben der sehr maskulinen Bedeutung von Militär-Camp unter anderem auch tuntig bedeutet. "Tuntiger David" sozusagen, frei übersetzt. Bin ich Manns genug um mich mit dieser Doppelbedeutung am Hintern unbefangen durch London zu bewegen?
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Havaianas um jeden Preis
Ich hatte sie erstmals in einer Anzeige gesehen: Flip-Flops mit einer brasilianischen Flagge auf dem Riemen. Kurz drauf sah ich sie dann nochmal im Hausflur meiner Schwester und damit war die Marken-Konditionierung perfekt (wenn es das Wort "Brain-Branding" noch nicht gibt, erfinde ich es hiermit). Nach einem Jahr Flip-Flop-Abstinenz regte sich in mir der Wunsch wieder ein Paar zu besitzen. Die Birkenstock (hier in London zwar trendy und nicht mit dem Öko-Hauch umgeben, wie ich es aus Deutschland kenne) haben eben doch nicht diese Sommerleichtigkeit. Vor allem beim Kofferpacken nehmen sie mehr Platz weg und für mich steht ein Holland-Kurzurlaub an, bei dem das Wetter hoffentlich gut sein wird. (weiter)
To G or not to G?
Das Google-Phone ist draußen, G1 genannt. Und mein Vertrag mit Orange ist passender Weise ausgelaufen. Ist es nun an der Zeit nach T-Mobile zu wechseln und mich in die mobil-medialen Arme des Informationsverwertungsgiganten Google zu werfen? Oder doch lieber zurück zu O2 und es mit dem schick-stylischen iPhone bunt treiben, wie ich es eigentlich schon länger vor hatte? Nun bin ich doch tatsächlich in der Mittagspause gleich in einen T-Mobile-Shop gestiefelt, um das hochgehypte G1 mal zu befummel. Erster Eindruck: Eher unsexy, allein schon vom Look. Aber auch das "Feel" konnte es nicht rausreissen: kein Gerät, das einem gleich sagt, wo es lang geht. Wie drücke ich nun die Knöpfchen? Übern Touchscreen, Trackball oder per eingebauter QWERTY-Tastatur? Soviel Auswahl hatten wir ja schon nicht mehr seit Apple mit dem iPod die Bedienung per mehr als einer Taste abschaffte.
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Impulskauf Laufschuh
Es gibt ja Dinge, da sollte man sich beim Kauf besser beraten lassen. Das
dachte ich mir auch, als letzten Herbst das Bedürfnis nach Laufsport wieder
erwachte. Damals schlüpfte ich unkompliziert in meine alten Sportschuhe und
rannte los. Ich bekam zwar keine Blasen, aber meine Zehennägel (von den etwas
zu langen "Mittelzehen") liefen schwarz an und lösten sich. Bemüht, die
feinen Signale meines Körpers richtig zu deuten, ließ ich es mit dem
Laufen erst mal sein und plante eine Investition ins richtige Schuhwerk. In
der alten Heimat Deutschland hätte ich gleich gewusst in welches Sportgeschäft, aber
hier, in der Metropole des ungehemmten Konsums, leidet die Qualität nicht
selten unter der Quantität und qualifizierte Verkäufer sind Mangelware.
So lag das Projekt Laufsport erst mal auf Eis, bis mich meine Freundin in einen kleinen Sportladen zerrte, bei der
Arbeit um die Ecke, und wir an einen Verkäufer gerieten, der meine unschuldige
Frage nach dem richtigen Laufschuh, mit einer Gratis-Vorlesung in Sachen
Orthopädie beantwortete und mir keinen Schuh verkaufen wollte, ohne mich vorher
barfuß durch den Laden joggen zu sehen, um somit die nötigen Rückschlüsse
auf meine Fußhaltung ziehen zu können. Lapidare Bemerkungen wie "Och, mit
Asics kann man doch nichts falsch machen" galten nicht. Da ich auf so eine
umfassende Körperanalyse nicht eingestellt war, versprach ich zur Untersuchung ein anderes Mal wiederzukommen.
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Über Bucks Blog
Buck lebt in London, liebt Movies, hasst Shopping, glaubt an Gott und schreibt was ihm so einfällt.
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